Willkommen im Club (aus gegebenem Anlass)

14 05 2009


Wie war das noch mal? In meiner Kindheit gab es ARD, ZDF und WDR. Das Fernsehprogamm begann am frühen Abend und hielt für Kinder eigentlich nichts bereit außer der Sendung mit der Maus. In den Ferien gab es das Ferienprogramm, was bedeutete, dass das Fernsehen um 15:00 Uhr begann und ein Film gezeigt wurde - üblicherweise Flipper, Lassie oder irgendein Lindgren Film. Das hat uns gereicht, denn die meiste Zeit in unserer Freizeit spielten wir draussen.

Computer, Telespiele oder Handy gab es nicht. Es wurde sich verabredet und dann irgendwo getroffen - das wars. Die Anreise erfolgte im Radius bis 10 Km mit dem eigenen Fahrrad. Als Snacks gab es Kartoffelsticks, Erdnusflips, später dann Curly Whurly, Raider oder Bonitos. Der Joghurt hatte nur Himbeer-, Erdbeer- oder Vanille-Geschmack und das Eis hieß Dolomiti, PerliPop oder Brauner Bär (Damals noch mit Geschmack). Gekauft wurde natürlich in einem der zwei kleinen Geschäfte im Dorf, wo man den besitzer kannte und er einen auch. Dort gab es auch einzelne Bonbons für 5 Pfennig das Stück. Eier gab es einzeln und wurden in Zeitungspapier gewickelt. Ein Fünf-Mark-Stück hieß Heiermann. Ach, ja, Fleisch gab es natürlich beim örtlichen Metzger und für den Großeinkauf fuhr man Samstags in die Stadt, wo die Läden bis um 13:00 Uhr geöffnet hatten (Irgendwann gab es auch mal den langen Donnerstag). Bezahlt wurde immer und ausschließlich mit Bargeld. Geld Abheben ging an den wenigen Automaten und kostete grundsätzlich Geld.

Nachmittags war man zuhause und nach den Hausaufgaben ging man in den Wald oder auf die Felder zum Spielen. Zu Hause musste man sein, wenn es dunkel wurde. Mit zunehmender Pubertät nahm die Zahl des Fernesehangebots zu - es folgten die ersten Video Clips in einer Sendung namens "Formel 1" mit Ingolf Lück und später Stefanie Tücking, oder so. Die erste Anime (jap. アニメ) Serie hieß Heidi und später Marco Polo - als Captain Future in Deutschlands Wohnzimmer Einzug hielt, war es schon zu spät. Da stand dann auch bei mir der erste Computer namens Commodore C64. Dieser wurde allerdings nach anfänglichen Programmierversuchen eher zum Spielen verwendet. USB-Sticks und Gigabytes kannte man damals noch nicht. Gespeichert wurde auf Datasette mit Turbotape, TFT Displays gab es noch nicht, als Monitor diente der erste eigene Fernseher - dies zog dann auch schnell die erste Brille nach sich. 

Als Jugendlicher in den 80ern fuhr man eine 80er oder (wie ich) ein frisiertes Mofa. Diese kamen von Hercules oder Zündapp. Mein erstes Auto ware ein VW Käfer und das erste mal Tanken kostete mich 1,32 DM - Eine Mark Zweinddreißig - also umgerechnet gut 66 Cent!  Das Abi wurde nach 13 Jahren gemacht - Abi 89 - und die Bundeswehr hatte noch einen klaren Auftrag: Landesverteigung in Zeiten des kalten Krieges. Atomkrieg, Pershing ("Petting statt Pershing"), Die Mauer, Kalter Krieg, Wettrüsten, Atomarer Winter, Dünnsäureverklappung, usw. zählten zum gängigen Vokabular bei den Jugendlichen und natürlich waren Anfang der 90er die Renten noch sicher. Die erste Band die ich richtig cool fand, waren Depeche Mode, gefolgt von Simple Minds. Oldies waren noch richtige Oldies und die Sänger hatten damals auch noch was an.

Nach West-Berlin musste man noch durch die DDR und man konnte vom Westen in den Osten über die Mauer und den Todesstreifen schauen. Ich habe den Fall  der Mauer erlebt, den Umbau der Bundeswehr, den Verfall der Wertekultur in Wirtschaft und Politik,  bin noch auf der Welle der New Economy gesurft, habe das Platzen der Internetblase miterlebt (sehr schmerzvolle Erfahrung) und bin seit Mitte der 90er Jahre online. Irgendwo steht noch eine Kiste mit echten (!) Fotos, die zunehmend weniger werden, da sich das Leben fast nur noch in der digitalen Welt abspielt (Selbst das Fernsehen komm theute digital aus dem Kabel). Wenn jemand in Japan laut pubst, dann twittern in Deutschland ein Dutzend leute über diese "Ereignis" und natürlich kann man sich heute keinen Fehltritt mehr erlauben, ohne dass einen  Jahre später die Videos dazu auf YouTube entgegenflimmern. Tagebücher heissen heute Blogs und jeder kann sie lesen. Das Leben wird zunehmend öffentlich - ob man will oder nicht. Es kommt nur darauf an, wie man damit umgehen möchte.

In dem Sinne - Danke liebe Freunde für die Glückwünsche und Danke für die Anteilnahme und das Festbinden meines Youngtimers, der damals, als ich gerade den Führerschein hatte, ein begehrenswerter Neuwagen war :-)


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Happy Birthday Anja !

02 05 2007


...und vielen Dank für die schöne Party :-)
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1. Mai - Beachclub und Hafenrundfahrt

01 05 2007

1. Mai 2007 und 25 C° im Schatten. Bootstour mit Alex und den Kindern (Lea und Malin) zum Veritas beach Club in Harburg - im Binnenhafen. Nach dem Einschleusen (3,- Euro) ein kurzer Trip durch Hafenbecken und dann Tine und Anja (mit Kindern) im Beachclub Veritas Kai getroffen.

1 Stunde sehr schön relaxed - heute nennt man das wohl chillen - und dann wieder ausgeschleust zur großen Hafenrundfahrt. Speicherstadt, Reiherstieg, Spreehafen, Landungsbrücken, Köhlbrand und Süderelbe - um pünktlich um 18:15 wieder zu BBQ und Caipirinha zurück zu sein. Herz was willst du mehr?

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