Meine erste Petition: Bitte keine Rentengarantie als Wahlgeschenk

12 06 2009

Meine erste Petition ist nun online und kann mitgezeichnet werden


Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass es nicht zu einer geplanten Rentengarantie kommt,nach der die Altersbezüge künftig selbst dann nicht schrumpfen, wenn die Löhne sinken. Der Entwurf bedeutet eine einseitige Mehrbelastung der Beitragszahler und gefährdet die zukünftige Finazierbarkeit der Rentenversicherung.

Begründung



Eine Garantie der Höhe der Altersbezüge, selbst wenn die Löhne sinken, belastet einseitig die Beitragszahler in der gesetzlichen Rentenversicherung. Der Bund behält sich für den Fall einer negativen Lohnentwicklung vor, seine Zuwendungen an die Rentenkassen auch künftig kürzen zu dürfen. So sieht es, nach Presseberichten, der Gesetzentwurf
von Bundessozialminister Olaf Scholz (SPD) vor, der am 15. Juni 2009, rechtzeitig vor den anstehenden Bundestagswahlen, beschlossen werden soll. Der lohnbezogene Teil des Bundeszuschusses bleibt demnach an die Entwicklung der Löhne gekoppelt und kann bei negativer Lohnentwicklung entsprechend sinken.

Der Bundeszuschuss wird bereits jetzt über einen Mehrwertsteuerpunkt sowie über Mittel aus der Ökosteuer (!) finanziert. Ohne den Bundeszuschuss läge der Renten-Beitragssatz von derzeit 19,9 Prozent noch beträchtlich höher.

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren für 2009 einen Lohnrückgang von 2,3 Prozent, womit theoretisch eine Minusrunde auch für die Altersbezüge denkbar wäre. Die geplante Rentengarantie gefährdet die zukünftige Finanzierbarkeit der Rentenversicherung und birgt das Risiko der Mehrausgaben bei der Rentenversicherung. Die dadurch entstehenden Mehrkosten müssen durch höhere Beiträge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgefangen werden.

Die Obergrenze der gesetzlich fixierten Beitragssziele von 20% bis 2020 und 22% bis 2030 ist schon heute gefährdet, da durch das Ausbleiben der Rentendämpfung 2005 und 2006 sowie zweimaliges Aussetzen des Riester-Faktors 2008 und 2009 bereits jetzt zusätzliche Rentenleistungen von mehr als 5 Milliarden Euro jährlich aufgebracht werden müssten. Durch die geplante Rentengarantie würden, sollte sich der Arbeitsmarkt wie von den Experten prognostiziert entwickleln, weitere 4 Milliarden an zusätzlichen Rentenaufwendungen entstehen. Diese müssten von immer weniger Beitragszahlern geschultert werden.

Das Prinzip der lohnbezogenen Rente beinhaltet die Möglichkeit, die Renten entsprechend der Lohnentwicklung anzupassen. Wenn in Krisenzeiten allen Arbeitnehmer weniger Einkommen zur Verfügung steht, ist es durchaus gerechtfertigt, dass auch Rentenempfänger an dieser Entwicklung beteiligt werden. Schließlich ist das System so ausgelegt,
dass es in Zeiten wirtschaftlichem Aufschwungs auch zu positiven Rentenanpassung kommt.

Anmerkung:


Mir geht es nicht darum, dass 20 Millionen Rentner weniger Rente  bekommen sollen, sondern um die EInhaltung eines ohnehin schon stark fragilen Systems. Kommt es zu Mehrkosten, die einseitig getragen werden müssen, sei es auf Seiten der Arbeitgeber oder Arbeitnehmer, führt dies zu weniger Kaufkraft, höheren Preisen, abnehmender Kaufkraft - und beeinträchtigt wiederum die gesamte Wirtschaftsleistung. Somit sind dann alle betroffen, Angestellte Arbeiter, Beamte und Rentner.  Im Hinblick auf die anstehende Bundestagswahl ein derart offensichtliches Wahlgeschenk für eine Wählergruppe von 20 Mio zu machen, halte ich für unveranwtortlich. Deshalb möchte ich euch dringend bitten, die Petition zu unterzeichnen. Bitte informiert auch alle, die Ihr kennt und sich für ihre Zukunft interessieren über diese Petition. Die Zeichnungsfrist endet am 22.07.2009.


Tags für diesen Artikel: , , , , ,

Willkommen im Club (aus gegebenem Anlass)

14 05 2009


Wie war das noch mal? In meiner Kindheit gab es ARD, ZDF und WDR. Das Fernsehprogamm begann am frühen Abend und hielt für Kinder eigentlich nichts bereit außer der Sendung mit der Maus. In den Ferien gab es das Ferienprogramm, was bedeutete, dass das Fernsehen um 15:00 Uhr begann und ein Film gezeigt wurde - üblicherweise Flipper, Lassie oder irgendein Lindgren Film. Das hat uns gereicht, denn die meiste Zeit in unserer Freizeit spielten wir draussen.

Computer, Telespiele oder Handy gab es nicht. Es wurde sich verabredet und dann irgendwo getroffen - das wars. Die Anreise erfolgte im Radius bis 10 Km mit dem eigenen Fahrrad. Als Snacks gab es Kartoffelsticks, Erdnusflips, später dann Curly Whurly, Raider oder Bonitos. Der Joghurt hatte nur Himbeer-, Erdbeer- oder Vanille-Geschmack und das Eis hieß Dolomiti, PerliPop oder Brauner Bär (Damals noch mit Geschmack). Gekauft wurde natürlich in einem der zwei kleinen Geschäfte im Dorf, wo man den besitzer kannte und er einen auch. Dort gab es auch einzelne Bonbons für 5 Pfennig das Stück. Eier gab es einzeln und wurden in Zeitungspapier gewickelt. Ein Fünf-Mark-Stück hieß Heiermann. Ach, ja, Fleisch gab es natürlich beim örtlichen Metzger und für den Großeinkauf fuhr man Samstags in die Stadt, wo die Läden bis um 13:00 Uhr geöffnet hatten (Irgendwann gab es auch mal den langen Donnerstag). Bezahlt wurde immer und ausschließlich mit Bargeld. Geld Abheben ging an den wenigen Automaten und kostete grundsätzlich Geld.

Nachmittags war man zuhause und nach den Hausaufgaben ging man in den Wald oder auf die Felder zum Spielen. Zu Hause musste man sein, wenn es dunkel wurde. Mit zunehmender Pubertät nahm die Zahl des Fernesehangebots zu - es folgten die ersten Video Clips in einer Sendung namens "Formel 1" mit Ingolf Lück und später Stefanie Tücking, oder so. Die erste Anime (jap. アニメ) Serie hieß Heidi und später Marco Polo - als Captain Future in Deutschlands Wohnzimmer Einzug hielt, war es schon zu spät. Da stand dann auch bei mir der erste Computer namens Commodore C64. Dieser wurde allerdings nach anfänglichen Programmierversuchen eher zum Spielen verwendet. USB-Sticks und Gigabytes kannte man damals noch nicht. Gespeichert wurde auf Datasette mit Turbotape, TFT Displays gab es noch nicht, als Monitor diente der erste eigene Fernseher - dies zog dann auch schnell die erste Brille nach sich. 

Als Jugendlicher in den 80ern fuhr man eine 80er oder (wie ich) ein frisiertes Mofa. Diese kamen von Hercules oder Zündapp. Mein erstes Auto ware ein VW Käfer und das erste mal Tanken kostete mich 1,32 DM - Eine Mark Zweinddreißig - also umgerechnet gut 66 Cent!  Das Abi wurde nach 13 Jahren gemacht - Abi 89 - und die Bundeswehr hatte noch einen klaren Auftrag: Landesverteigung in Zeiten des kalten Krieges. Atomkrieg, Pershing ("Petting statt Pershing"), Die Mauer, Kalter Krieg, Wettrüsten, Atomarer Winter, Dünnsäureverklappung, usw. zählten zum gängigen Vokabular bei den Jugendlichen und natürlich waren Anfang der 90er die Renten noch sicher. Die erste Band die ich richtig cool fand, waren Depeche Mode, gefolgt von Simple Minds. Oldies waren noch richtige Oldies und die Sänger hatten damals auch noch was an.

Nach West-Berlin musste man noch durch die DDR und man konnte vom Westen in den Osten über die Mauer und den Todesstreifen schauen. Ich habe den Fall  der Mauer erlebt, den Umbau der Bundeswehr, den Verfall der Wertekultur in Wirtschaft und Politik,  bin noch auf der Welle der New Economy gesurft, habe das Platzen der Internetblase miterlebt (sehr schmerzvolle Erfahrung) und bin seit Mitte der 90er Jahre online. Irgendwo steht noch eine Kiste mit echten (!) Fotos, die zunehmend weniger werden, da sich das Leben fast nur noch in der digitalen Welt abspielt (Selbst das Fernsehen komm theute digital aus dem Kabel). Wenn jemand in Japan laut pubst, dann twittern in Deutschland ein Dutzend leute über diese "Ereignis" und natürlich kann man sich heute keinen Fehltritt mehr erlauben, ohne dass einen  Jahre später die Videos dazu auf YouTube entgegenflimmern. Tagebücher heissen heute Blogs und jeder kann sie lesen. Das Leben wird zunehmend öffentlich - ob man will oder nicht. Es kommt nur darauf an, wie man damit umgehen möchte.

In dem Sinne - Danke liebe Freunde für die Glückwünsche und Danke für die Anteilnahme und das Festbinden meines Youngtimers, der damals, als ich gerade den Führerschein hatte, ein begehrenswerter Neuwagen war :-)


Tags für diesen Artikel: , , ,

Keine Abwrackprämie für BobbyCars

05 04 2009

Nachdem nun klar ist, dass es für Bobby Cars, die älter als 9 Jahre und auf ältere Geschwister eingetragen sind keine Abwrackprämie geben wird, haben wir uns kurzerhand entschlossen, unserem Youngtimer eine Verjüngungskur angedeihen zu lassen. Nach einer professionellen Grundreinigung erfolgten leichte Ausbesserungsarbeiten in der Lackierung und bei den aufgebrachten original 90er-Jahre Rizzi-Decors - das Lenkungsspiel musste justiert werden, ein kleiner Abschmierdienst wirkte Wunder und das Fahrwerk benötigte keinerlei Unterstützung. Bremsen und Kurvenlage scheuen keinen Vergleich zu aktuellen Fahrzeugen und die ersten Testrunden begeisterten die neue Werksfahrerin ebenso wie den Rest des Rennstalls. Einen Eindruck der atemberaubenden Kurvenlage während der ersten Testfahrten zeigt oben stehendes Bild.


Tags für diesen Artikel: , ,

Frühstart für den Frühling?

10 02 2008

Sonne, blauer Himmel und 11 Grad - Kurzausflug in die "schwarzen Berge". Für Mitte Februar lag bereits erstaunlich viel Frühling in der Luft - neben Bienen und Zitronenfaltern sind uns auch zahlreiche Blumen begegnet - von diversen T-Shirt-Trägern ganz zu schweigen. Die Tiere ließen sich die Sonne zumindest gerne auf den Pelz scheinen. Sieht sehr nach Frühstart für den Frühling aus.

Tags für diesen Artikel: , ,

Abreise zur Klassenfahrt

07 05 2007

Lea und die Reisetasche
Heute Morgen trafen sich die 3. Klasse der Grundschule Neuland zur Klassenfahrt. Um 9 ging es los nach Schönhagen an die Ostsee. Letzter Stand: Alle gesund und munter angekommen - na das ist doch das wichtigste. Wen kümmert es da noch, dass nach 8 Wochen Sonnenschein, es ausgerechnet zur Klassenfahrt anfängt zu regnen. Unsere Lea wird bestimmt auch so viel Spass haben.
Tags für diesen Artikel: , , ,

Einweihung des neuen Schulhofs

04 05 2007

Am Freitag vormittag fand bei optimalem Wetter die Einweihung des neuen Schulhofs statt. Neben der lokalen Presse waren auch Vertreter des Elternrats, der Architekt und unser Cop4You eingeladen. Die Kinder ließen bunte Ballons steigen und stimmten 2 Lieder ein, bevor der Eiswagen um die Ecke bog und jedem Kind eine Kugel Eis "spendierte" ( Dem Schulverein sei Dank). In diesem Rahmen konnte ich nun auch endlich die Spende vom Bullenhauser Siedlungsflohmarkt an den Schulverein übergeben. Immerhin 711,50 Euro sammelten die Anwohner vom Up'n Sand, Butendieksweg und Lührsweg im letzten Jahr. Die Spende kommt immer einem guten Zweck zu - dieses Mal den Kindern unserer kleiner Landschule. Danke!
Tags für diesen Artikel: , ,

Das Projekt Kinderspielhaus - Finale Version

10 04 2007

Das Projekt "Kinderspielhaus", von den Kindern inzwischen Clubhaus genannt - ist so gut wie fertig. Eingangsbereich, elektrische Verkabelung inkl. Licht und Steckdose für diverse Beschallungsgeräte, Haustür, Guckloch und Lichteisten im Dach sind fertig. Was nun noch fehlt sind kleinere Optimierungsarbeiten. Der Boden wurde mit Treppenlack beschichtet und ist nun Krümel- und Limo-resistent. Die Fugen wurden größtenteils mit Silikon abgedichtet und das Dach noch mal nachträglich verstärkt. So ist das Teil jetzt sturm- und regendicht. Gesamte Arbeitszeit ca. 1 Woche bei ca. 4-5 Stunden Arbeit pro Tag. Pausen und diverse Beratungsgespräche mit Nachbarn inklusive ;-)


Tags für diesen Artikel: , , , , , ,

Das Projekt II - Richtfest

11 03 2007

Die Villa nimmt Gestalt an...


Tags für diesen Artikel: , , , , , ,

Das Projekt

07 03 2007

Der Grund für 1 Woche Schwielen, Kratzer, blaue Flecken... Geplant ist ein Kinderspielhaus in einer bisher vernachlässigten Ecke unseres Gartens.
Das Projekt

Tags für diesen Artikel: , , , , , ,

Männersachen?

26 02 2007

Womit beschäftigen sich Papas in ihrer Freizeit?
Richtig - mit der Carrera-Bahn ihrer Töchter :-)

Tags für diesen Artikel: , , , ,

UNICEF Studie

16 02 2007

Nach der PISA-Studie kommt jetzt der nächste Klopfer:

Eine UNICEF Studie zur Lebenssituation von Kindern in 21 Industrienationen kommt zum Schluss, dass Deutschland lediglich Mittelmaß ist. Der Studie zufolge wachsen Kinder in Deutschland in schlechteren Lebensumständen auf als Gleichaltrige in den Niederlanden, Schweden, Dänemark und Finnland, aber immerhin in besseren als in den USA und Großbritannien.

Im internationalen Vergleich wurde außerdem ein Missbrauch von Nikotin und
Alkohol
unter deutschen Kindern in Besorgnis
erregendem Ausmaß festgestellt. In keinem anderen der untersuchten Länder rauchten mehr Jugendliche unter 15 Jahren als in Deutschland. Ein Schelm der dort einen Zusammenhang zwischen dem quasi nicht vorhandenen Nichtraucherschutz in Deutschland und der Raucherquote bei Kindern sieht. Schließlich ist Deutschland auch das einzige Land in Europa, wo Raucher noch fast überall die Luft verpesten dürfen. Solange der Staat daran verdient...

Wo es gerade so schön zum Thema passt - die letzte Meldung aus dem Karneval in Rheinland: Bei einer Kindersitzung (!) in Aachen hatte ein elfjähriger Junge eine Alkoholkonzentration von zwei Promille im Blut. Er musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Zur Lage der Nation kein weiterer Kommentar an dieser Stelle.

Tags für diesen Artikel: , , , , , ,